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Extremadura


Die spanische Extremadura ist eine ganz besondere Region, ein vergessener Schatz Spaniens und eine der letzten großen ursprünglichen, Landschaften West-Europas mit erstaunlichem Artenreichtum an Pflanzen und Tieren. Die Spuren und Hinterlassenschaften ganz vieler alter Kulturen, der Römer, Goten, Mauren und der christlichen Konquistadoren haben hier beinahe ungestört oder gar unbeachtet die Jahrhunderte überdauert.

Die Städte der Extremadura liegen weit auseinander, sodass jede Ansiedlung einen ganz eigenen Charakter und Charme entwickelt hat. Dazwischen ist Platz für riesige extensiv genutzte landwirtschaftliche Flächen, Olivenhaine, Weinberge und vor allem lichte Steineichen Wälder. Das sind die typischen Dehesas, die auch aus globaler Perspektive besonders schützenswert sind, denn die Stein- und Korkeichenwälder sind in dieser vorwiegend trockenen Region Europas unerlässlich, um der Wüstenbildung vorzubeugen. So ist die Vegetationsdecke aus immergrünen Pflanzen dafür verantwortlich, dass der wenige Regen nicht wieder sofort verdunstet, sondern langsam versickern kann und so den Grundwasserspiegel auffüllt. Gleichzeitig schützen die Bäume den Boden vor dem Verlust von kostbarem Humus. Intakte, also nachhaltig genutzte Dehesas sind viel weniger Waldbrand gefährdet, als andere Baumgesellschaften und absorbieren im Vergleich zu Ackerbauflächen mehr des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlendioxid.
Und nicht zuletzt liefern Dehesas den Menschen schmackhafte Produkte, wie den Iberischen Schinken, außerdem Kork, Arbeitsplätze und eine wunderbare Landschaft, die immer mehr Touristen zum Wandern und Entspannen in die Extremadura lockt.

In der Extremadura findet man das, was man in den Küstenregionen und auf den Inseln schon lange nicht mehr antrifft, das ursprüngliche Spanien und ungetrübten spanischen Flair.